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Neu: Die Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg Upgrade: Das 'Blaue Wunder' in Dresden






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Drehbrücke aus hölzernem Fachwerk nach einem Entwurf von Leonardo da Vinci (ca. 1485).

Die Entwicklung der Bautechnik begleitet die Menschheit als Teil ihrer Kulturgeschichte von frühester Urzeit bis zum heutigen Tag. Das erste und wichtigste Betätigungsfeld auf diesem Gebiet dürfte die Herstellung und Instandhaltung von Behausungen gewesen sein. Ein Ersatz für eine Höhle, der als Schutz vor Feinden, wilden Tieren oder auch vor Regen und Kälte dienen konnte, hatte sicher die oberste Priorität. Aber schon die nächste Herausforderung des frühzeitlichen Bauwesens dürfte die Überwindung von Hindernissen gewesen sein. Auf der Jagd, bei der Suche nach essbaren Pflanzen oder besseren Lebensbedingungen und auf der Flucht vor Feinden war es immer wieder notwendig, einen Wasserlauf zu überqueren oder eine Schlucht zu überwinden.

Als Alternativen kamen nur Trittsteine oder eine Furt, vielleicht auch ein Floß oder ein Boot infrage. Allesamt sehr witterungsabhängige Varianten, bei denen man sich mehr oder weniger den Gefahren der Elemente aussetzen musste. Um wieviel komfortabler war da eine Brücke oder schon ein Baumstamm, der einfach über einen Bachlauf gelegt wurde. Dadurch konnten auch mehrere Menschen hintereinander, ohne Wartezeiten das Hindernis überqueren und erforderlichenfalls auch wieder zurückkehren.

Zu diesem ursprünglichen Nutzen des Brückenbaus für die Menschheit kamen im Laufe der Jahrhunderte weitere wichtige Faktoren hinzu. Brücken haben eine außerordentliche Bedeutung in strategischer, wirtschaftlicher und ökonomischer Hinsicht. Jeder Verkehrsweg auf dem Land stößt irgendwann auf ein Hindernis, das es zu überwinden gilt. Dies trifft sowohl auf einfache Naturwege für Fußgänger, Reiter und Postkutschen zu, als auch auf die Kanalschifffahrt, die Eisenbahn oder moderne Straßen.


Die Faszination der Brücken


Ähnlich wie bei vielen anderen technischen Errungenschaften, waren auch im Brückenbau häufig militärische Gründe der Antrieb für neue Entwicklungen. Das beste Beispiel dafür sind die Römer, die ihr gesamtes Straßennetz - und damit natürlich auch ihre Brückenbauwerke - hauptsächlich an strategischen Gesichtspunkten ausrichteten. Aber auch die friedliche Nutzung römischer Technik beeindruckt noch heute, wie z.B. beim Bau von Aquädukten zur Versorgung ihrer Städte mit Trinkwasser.

Ihre strategische Bedeutung wurde den Brücken im Krieg aber auch regelmäßig zum Verhängnis, denn zu allen Zeiten galt es als wichtiges Ziel, die feindliche Infrastruktur zu zerstören, also vor allem auch die Brücken. Es zeugt vom soziologischen Fortschritt der Menschheit, dass militärische Aspekte im Lauf der Jahrhunderte immer mehr in den Hintergrund getreten sind, wenn sie auch niemals völlig außer Acht gelassen wurden. Meistens stehen heute aber wirtschaftliche und verkehrspolitische Interessen im Vordergrund. Die Abkürzung von Transportwegen im Waren- und Personenverkehr um Zeit und Geld zu sparen, ist heute die Hauptantriebsfeder zum Bau neuer Brücken.

Trotz aller technischen Leistungen der Menschheit geht von Brücken eine ganz besondere Faszination aus. Das liegt zum einen natürlich an der verbindenden Funktion die Brücken haben, und wegen der sie ja schließlich auch gebaut werden. Denken sie an Brücken über reißende Ströme oder tiefe Schluchten, ohne die ein Ziel auf der anderen Seite entweder gar nicht oder nur mit wesentlich größerem Aufwand zu erreichen wäre.

Manche Brücken verbinden aber nicht nur irgendwelche Örtlichkeiten miteinander, sondern auch Völker oder ganze Kulturkreise. So z.B. die Bosporusbrücken in Istanbul, die Europa mit Asien verbinden oder anders gesagt, den Orient mit dem Okzident. Manche Brücken haben aber auch noch eine symbolische Bedeutung, wie z.B. die "Stari Most" (Alte Brücke) in Mostar, die im Laufe des Balkankrieges zerstört aber dann mit internationaler Hilfe wieder aufgebaut wurde. Sie ist zu einem Symbol der Hoffnung für die nach wie vor von Moslems und Christen bewohnte Stadt geworden.

Die 'Stari Most' in Mostar / Bosnien-Herzegowina nach dem Wiederaufbau

Aber auch für Ingenieure und Techniker waren Brücken immer Herausforderung und Faszination zugleich. Im Brückenbau gab und gibt es immer Bedarf für größere Spannweiten, bessere Gründungsmethoden, ausgereiftere Berechnungsverfahren und stabilere Baumaterialien. Dadurch spielt sich die Errichtung von Großrücken häufig in den Grenzbereichen dieser unterschiedlichen Fachdisziplinen ab. Neu entwickelte Bauverfahren und jüngste Erkenntnisse der Statik und Materialforschung wurden beim Bau von Brücken umgehend eingesetzt und häufig auch weiterentwickelt. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass es beim Bau und dem Betrieb solcher Brücken auch immer wieder zu Rückschlägen und tragischen Unfällen kam.

Auch in Zukunft wird es irgendwo auf der Welt Orte geben, Flüsse, Meeresarme oder sonstige Hindernisse, an denen die dort lebenden Menschen sehnsüchtig auf den Bau einer Brücke warten. Einige der letzten Brücken, die solche, oft jahrhundertealten Träume erfüllten, waren z.B. die Store Baelt Brücke in Dänemark (verbindet Seeland und Fünen), die Harilaos-Trikoupis-Brücke in Griechenland (verbindet das attische Festland mit dem Peloponnes) und die Xihoumen Brücke in China (verbindet die Zhoushan-Inseln mit über 1.000.000 Einwohnern mit dem chinesischen Festland). Aber auch die derzeit größte Brücke der Welt, die Akashi Kaikyo Brücke in Japan, verbindet Millionen von Menschen miteinander, die vorher auf Fähren und Schiffe angewiesen waren.


Brückenbau der Zukunft:

Viele Ziele wurden im Brückenbau erreicht, aber dennoch gibt es auch heute noch zahlreiche Orte, an denen die dort lebenden Menschen sich eine Brücke wünschen. Manche dieser Träume bleiben sicher noch lange oder vielleicht auch für immer unerfüllbar. Solche Orte sind z.B. die Straße von Messina, die Straße von Gibraltar oder die Meerenge zwischen Indien und Sri Lanka, die zwar "Adam´s Bridge" genannt wird aber nur aus einer Kette von Inseln besteht.

Allerdings scheinen manche Brücken auch reine Prestigeobjekte zu sein und nicht unbedingt dringende verkehrstechnische Notwendigkeiten. Vor allem bei Rekordbrücken, wie z.B. der Russki-Brücke bei Wladiwostok, drängt sich dieser Verdacht auf. Mit einer Spannweite von 1.104 m war sie nach ihrer Fertigstellung (2012) die größte Schrägseilbrücke der Welt und soll umgerechnet über 1 Billion US-Dollar gekostet haben. Sie verbindet das Festland mit der dünn besiedelten Russki-Insel, auf der nur etwa 5.000 Menschen leben.

In den letzten beiden Jahrzehnten spielte sich die Weiterentwicklung des Brückenbaus vor allem in Asien und hier ganz besonders in China ab. In China wurden die meisten der jüngeren Rekordbrücken gebaut und dieser Trend wird sicherlich auch noch einige Jahre anhalten. Nur als Beispiel seien hier die großen Brücken über den Jangtse genannt. Dabei wird allerdings häufig übersehen, dass China eine lange Tradition im Brückenbau hat und viele Erfindungen, die heute westlichen Technikern zugeschrieben werden, in Asien schon weit früher gemacht wurden.

Wie dem auch sei: Brücken sind faszinierende Bauwerke und ich freue mich sehr, dass sie ebenfalls Interesse an diesem Thema haben und meine Homepage in den unendlichen Weiten des Internets gefunden haben.


Diese Homepage und ihr Autor:

Es handelt sich hier um eine rein private Homepage, ohne kommerzielle Interessen. Die wenige Werbung die ich auf den Seiten platziert habe, hilft mir lediglich dabei, einen Teil der Kosten für den Betrieb der Seite zu decken. Es geht mir mit meiner Homepage nicht nur darum, die größten und bekanntesten Brücken aufzulisten (was ich natürlich trotzdem tue), sondern auch um die Hintergründe und die oft spannenden Geschichten ihrer Entstehung zu vermitteln.

Aber auch die tragische Seite des Brückenbaus, die Unfälle und Einstürze, sowie die daraus gezogenen Lehren, sollen auf dieser Internetseite nicht zu kurz kommen. Und dann sind da noch die "Pioniere des Brückenbaus", die Baumeister, Ingenieure und technischen Beamten, die all diese Brücken gebaut haben. Viele von ihnen nahmen erhebliche persönliche Risiken auf sich, wenn sie wenig erprobte Verfahren einsetzten, Bau- und Gründungsverfahren ausprobierten, neue Materialien verwendeten oder einfach nur die Spannweiten in neue Dimensionen verschoben. Manche von Ihnen sind grandios gescheitert, andere wurden zu wahren Volkshelden.

Die Eisenbahnbrücke über den Firth of Tay (Schottland) nach ihrem Einsturz am 28.12.1879

Meine Homepage ist seit Juni 2003 online und bietet ein kompaktes Angebot, wird aber niemals "fertig" in diesem abschließenden Sinne sein. Ich beabsichtige sie stetig und in alle Menüpunkten zu erweitern. Schauen Sie also ruhig von Zeit zu Zeit wieder einmal vorbei!

Der Autor dieser Homepage lebt in Marburg (Hessen), ist von Beruf Bauingenieur und hat schon aus beruflichen Gründen immer großes Interesse an Brücken gehabt. Wann und wo immer es ihm möglich ist, schaut er sich schöne und technisch interessante Brücken an, von denen es übrigens auch in Deutschland genügend gibt.

Auch dazu möchte diese Homepage ermuntern: oft liegen Brücken auf dem Weg und bieten sich für einen kurzen Zwischenstopp an. Auch die bekanntesten und schönsten Brücken sind fast immer kostenlos zu besichtigen. Häufig überraschen sie durch ihre schieren Dimensionen oder ihre technischen Details und bleiben dadurch lange in Erinnerung.


Bilder und Informationen:

Auf einer Homepage wie dieser sind erklärende Fotos als Begleitung zum Text natürlich das "Salz in der Suppe". Ohne die vielen schönen Bilder wäre ein solches Internetangebot sicherlich nur die Hälfte wert. Fotos unterliegen aber Beschränkungen rechtlicher Art, die leider nicht immer leicht zu durchschauen sind.

Falls ich durch die Verwendung eines Fotos auf meiner Homepage irgendwelche Rechte verletzen sollte, bitte ich die Betroffenen, mir dies mitzuteilen. Ich werde dann die Bilder sofort entfernen. Auf Wunsch kann ich dem Foto aber auch entsprechende Hinweise beifügen; z.B. von wem das Foto aufgenommen wurde oder wer über die Rechte daran verfügt. Wenn Sie einen derartigen Rechtsverstoß auf meiner Homepage feststellen, wäre ich für einen Hinweis äußerst dankbar, denn eine Abmahnung würde sicherlich das sofortige Aus für meine Seite bedeuten. Ich bitte Sie dabei zu bedenken, dass der Aufbau dieser Homepage unzählige Stunden Freizeit gekostet hat, ich aber keine kommerziellen Interessen damit verfolge. Ich möchte lediglich die technische und architektonische Faszination von Brücken weitergeben.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den vielen Besuchern bei meiner Homepage bedanken, die mir Ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben oder die mich mit zusätzlichen Informationen oder dem Hinweis auf Fehler unterstützt haben. Vielen herzlichen Dank!!


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Und nun wünsche ich ihnen viel Spaß auf meiner Homepage !

Bernd Nebel

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© Dipl.Ing. Bernd Nebel