Kettensteg über die Pegnitz, Nürnberg

Der Kettensteg in Nürnberg war die erste Hängebrücke auf deutschem Boden, der allerdings nur für Fußgängerverkehr ausgelegt war. Er wurde im Jahre 1824 von dem Nürnberger Mechaniker Johann Georg Kuppler errichtet. Die Ketten bestehen aus ca. 3 m langen schmiedeeisernen Stäben, die mit O-förmigen Elementen verbunden sind.

Die "Schaukelbrücke" versah ihren Dienst über 100 Jahre lang, bis sie 1930 aufgrund statischer Probleme stabilisiert werden musste. Dabei wurden die Ketten ihrer tragenden Funktion beraubt, indem der Gehweg durch zwei Joche unterstützt und mit Stahlträgern unter den Holzplanken versteift wurde. Einige Jahre später wurde sogar der Entschluss gefasst, die Brücke ganz abzureissen. Die Ausführung dieses Planes wurde aber durch den Beginn des zweiten Weltkrieges verhindert.

Erfreulicherweise ist die Brücke seit Oktober 2010 wieder für die Benutzung freigegeben. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten, bei denen auch die Hilfsstützen aus den 1930er Jahren wieder beseitigt werden konnten, erscheint die Brücke nun in ganz neuem Glanz. Nun schwingt sie wieder etwas wenn man darüber geht, und dank einer dezenten Beleuchtung mit LED ist sie jetzt auch bei Nacht ein echter Blickfang.