Herrad Taubenheim
Puente de Besalú, Besalú / Spanien

Diese mittelalterliche Brücke ist das Wahrzeichen des katalanischen Städtchens Besalú, das sich am Fuße der Pyrenäen in unmittelbarer Nähe zur französischen Grenze befindet. Das genaue Alter der Brücke ist unbekannt, aber bereits 1075 wird sie in einem Dokument erstmals erwähnt.

Vermutlich stammen die Fundamente der heutigen Brücke noch aus dieser Zeit, während der Rest im Laufe der Jahrhunderte häufig erweitert und umgebaut wurde. Die beiden wuchtigen Wehrtürme mit Fallgittern wurden 1395 hinzugefügt. In den Wirren des spanischen Bürgerkrieges wurde das Bauwerk zum letzten mal stark beschädigt. Seit der Reparatur der Zerstörungen im Jahre 1960 darf sie nur noch von Fußgängern benutzt werden.

Die Brücke überspannt den Fluss Fluviá mit fünf Bögen unterschiedlicher Spannweite. Da sich ihre Erbauer einige Felsen für die Fundamente zu Nutze machten, verläuft sie nicht geradlinig über den Fluss, sondern ist mehrfach abgewinkelt. Um den Druck auf die Fundamente zu verringern und bei Hochwasser einen zusätzlichen Abfluss zu ermöglichen, wurden über den Pfeilerfundamenten schmale Entlastungsöffnungen belassen.

Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 105 m und eine Breite von ca. 5 m. In Spanien wird sie auch "Puente Fortificado" oder "Pont Vell" genannt. Manchmal wird auch der -allerdings irreführende- Name "Puente Romano" verwendet.